Diagnose unheilbar
Ein ganz heisses Thema in der Aquaristik ist die richtige Tötung der Fische. Auch wenn es noch so eine unerwünschte Situation ist, das Wissen um die richtige Methode kann Fischen langes Leiden und grosse Qualen und Schmerzen ersparen. Bitte ohne Rat eines Tierarztes oder erfahrenen Aquarianers, Tiere niemals abtöten. Auch wenn Sie sich dabei nicht wohlfühlen, Wissen kann Leiden ersparen. Entsorgen Sie niemals Fische oder Wirbellose in der Toilette. Das ist erstens verboten und zweitens führt das in vielen Fällen zu einer nicht mehr rückgängig zu machenden Faunenverfälschung (Krebse, Goldfische, usw.) bei der die einheimischen Tiere in letzter Konsequenz keine Überlebenschanche mehr haben.
Methode Genickschnitt
Der Genickschnitt ist durch das Durchtrennen der Wirbelsäule direkt hinter dem Kopf das schnellste und sicherste Instrument für den Normalaquarianer, einen Fisch abzutöten. Mit einem scharfen Messer ausgeführt, erfährt der Fisch keinerlei Qualen und zusätzliches Leiden.
Methode CO2
Das Abfüllen eines Plastikbeutels mit CO2, in dem der Fisch zuvor eingebracht wurde ist eine schonungvolle Tötungsart, bei der der Fisch zuerst betäubt wird. Diese Methode eignet sich auch für Leute, die beim Fisch keinen Genickschnitt durchführen wollen oder können.
Methode Nelkenöl
"Ich empfehle am liebsten die Euthanasierung von Zierfischen mit einer Überdosis Nelkenöl (z.B. EUGENOL, oder jedes andere reine Nelkenöl aus der Apotheke). Nelkenöl ist überall und jederzeit besorgbar und es wirkt auf Fische wie ein Narkosemittel. Alle Kriterien einer Narkose wie Schmerzfreiheit, Beruhigung, das Einschlafen und die Muskelentspannung sind gewährleistet. Letztendlich stirbt der Fisch an einem Atemstillstand. Das heißt, diese Methode entspricht den ethischen Standards des Tierschutzgesetzes.
Vorgehen: Aquarienwasser in ein an die Fischgröße angepasstes Gefäß. Nelkenöl (0,5 ml/l) in Spritze aufziehen, gleiche Menge Wasser und Luft dazu, stark schütteln, um eine milchig trübe Öl-Wasser-Luft Emulsion zu erzeugen und diese mittels Nadel unter hohen Druck ins vorbereitete Bad spritzen, gleichzeitig gut umrühren, damit das Öl gut verteilt ist und nicht nur Fettaugen wirkungslos an der Wasseroberfläche schwimmen. Fisch in das so bereitete Bad setzen. In der Regel sind sie dann gar nicht nervös, werden ruhig, gehen in Seitenlage und hören nach wenigen Minuten zum Atmen auf. Jetzt nichts überstürzen, da wir den Fisch ja sicher Euthanasieren wollen, soll er lange genug im Bad bleiben, je länger je besser. Sie sind nach einer halben Stunde ziemlich sicher tot, aber was spricht dagegen, den Fisch für einige Stunden im Bad zu lassen? Passieren kann eh nix mehr." (Dr. Hochwartner)
Andere Methoden
Alle anderen Methoden sind abzulehnen oder einem Tierarzt (Sedieren oder Herzstich) vorbehalten. Scheuen Sie sich nicht, Rat bei einem Tierarzt oder erfahrenen Aquarianer einzuholen. Falls diese Ihnen keine Hilfe bieten können, werden sie Ihnen sicherlich eine Adresse nennen, bei der Sie Rat erhalten.