Bandwürmer

Der Bandwurm kann nicht nur Menschen befallen, sondern auch Zierfische. Wie Sie einen Befall erkennen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Wir erklären Symptome, Verlauf und Behandlung von einem Bandwurmbefall bei Zierfischen.

Definition und Symptome

Ein Bandwurmbefall bei Zierfischen ist eine ernste Erkrankung, die in jedem Fall ärztlich behandelt werden muss. Wer bei seinen Tieren die typischen Symptome bemerkt, spricht am besten mit einem Aquaristik-Fachmann und lässt sich ein geeignetes Medikament verschreiben. Wird der Bandwurm konsequent behandelt, überleben die Tiere oder zumindest ein Großteil des Bestands. Sollten weitere Beschwerden bemerkt werden oder sollte es immer wieder zu parasitären Erkrankungen kommen, liegt womöglich ein Problem mit der Fütterung oder der Gestaltung des Aquariums vor. Eine ungeeignete Wassertemperatur ist nur eine mögliche Ursache, die Erkrankungen begünstigen kann.

Wenn eines dieser Symptome bemerkt wird, sollte ein Arzt konsultiert werden. Weiße Wurmglieder im Stuhl oder anhaltende Magen-Darm-Beschwerden deuten auf einen Bandwurmbefall hin, der behandelt werden muss. Je nach Art des Bandwurms können Medikamente verordnet oder alternative Therapien eingeleitet werden.
Tritt der Bandwurm bei mehreren Tieren auf, sollten sämtliche Fische im Bestand untersucht werden. Der Parasit kann sich schnell verbreiten und sich unter Umständen auch in anderen Bewohnern des Aquariums festsetzen. Deshalb ist eine gründliche Behandlung in jedem Fall vonnöten.

Ursachen

Ein Bandwurm kann auf ganz verschiedene Weise in den Körper des Zierfisches gelangen. Das Füttern von verdorbenen Lebensmitteln oder halbrohem Fleisch kann ebenso ursächlich sein wie eine unzureichende Pflege des Aquariums. Die Bandwurmeier gelangen zudem über infizierte Haustiere in den Organismus, wenn diese mit dem Aquariumwasser in Berührung kommen.

Verlauf

Ein Bandwurm entzieht dem Zierfisch wichtige Nährstoffe und kann verschiedene Beschwerden und Krankheiten auslösen. Die ersten Symptome sind Übelkeit und Erbrechen sowie Appetitlosigkeit. Langfristig kann es durch den Bandwurm zu einem Gewichtsverlust kommen.
Nach dem Befall kann es zunächst mehrere Tage bis Wochen dauern, bis erste Symptome bemerkt werden. Der Zierfisch wird sich zunächst zurückziehen und den Kontakt mit anderen Fischen vermeiden. Anschließend tritt der typischerweise abgemagerte Bauch auf, der häufig von Durchfall oder Schwellungen begleitet wird. Zudem können die auffälligen Bandwurmglieder im Wasser bemerkt werden.
Mit dem Verlauf der Erkrankung wird das Tier zunehmend schwächer und frisst zudem deutlich weniger. Wenn eine Behandlung erfolgt, bessern sich die Beschwerden rasch wieder. Das Tier sollte nach ein bis zwei Wochen vollständig genesen sein. Dennoch sollte stets ein Tierarzt hinzugezogen werden.
Bei fehlender oder unzureichender Behandlung nehmen die typischen Symptome an Intensität zu. Die erkrankten Fische fressen immer weniger und können schließlich an dem Befall versterben. Meist dauert es von dem erstmaligen Befall bis zum Tod des Tieres mehrere Tage bis Wochen.

Behandlung

Fische, bei denen der Verdacht auf einen Bandwurmbefall besteht, sollten tierärztlich untersucht werden. Der Fachmann kann meist schon blickdiagnostisch feststellen, ob ein Befall vorliegt und anschließend eine geeignete Behandlung vornehmen.
Auch bei Fischen werden die Glieder des Bandwurms über den Kot ausgeschieden. Dies geschieht in der Regel einige Stunden bis Tage nach dem ersten Befall. Die Bandwurmglieder können anschließend im Becken gefunden werden. Wer zusätzlich noch ein gestörtes Schwimmverhalten oder eine Abmagerung beim Tier feststellt, sollte den Arzt darüber informieren.

Der Arzt kann ein geeignetes Medikament wie beispielsweise Praziquantel verordnen. Das Präparat muss über das Futter an die Fische verabreicht werden, damit eine rasche Genesung erfolgen kann. Je nach Art des befallenen Tieres bieten sich andere Fütterungsmethoden an, die im Detail mit dem Arzt besprochen werden sollten. Der Discusfisch etwa, darf Rindfleisch oder ähnliches fressen und kann mit dem zuvor behandelten Fleisch gefüttert werden. Dadurch gelingt in der Regel eine Rasche Genesung.
Nach dem Ende der Behandlung sollte stets auch ein Wasserwechsel erfolgen. Ob ein vollständiger Wechsel oder ein Teilwasserwechsel sinnvoll ist, hängt davon ab, ob der gesamte Bestand von Bandwürmern befallen ist. Sind lediglich einige wenige Tiere betroffen, kann es genügen, einen Teil des Wassers zu wechseln. Zierfischhalter sollten sich mit einem Aquaristik-Experten oder einem Tierarzt über die Möglichkeiten unterhalten.

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