Fünfgürtelbarbe

Herkunft: Kambodscha, Vietnam, Malaysia, Singapur, Sumatra, Kalimantan
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Wissenschaftlicher Name: Desmopuntius pentazona

Details zur Fünfgürtelbarbe:

©BRIAN KINNEY Fotolia.com

– Sozialverhalten

– Zucht

– Geschlechtsunterschiede

– Aquariumanforderungen

– Erreichbares Alter

– Futter

Die Fünfgürtelbarbe (Desmopuntius pentazona) gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).

Heimat der Fünfgürtelbarbe ist Südostasien, wo sie im Uferbereich tropischer Gewässer der indonesischen Inseln, Vietnams oder Kambodschas lebt. Oft trocknen diese Gebiete vorübergehend aus, was die Fische dazu zwingt, weiter zu ziehen und aktive Schwimmer aus ihnen gemacht hat. Auf dem rotbraunen Körper mit gelblicher Bauchpartie verlaufen senkrecht fünf Streifen oder „Gürtel“, nach denen die Fünfgürtelbarbe benannt ist. Der fünfte Streifen unterscheidet sie vom bekannteren Familienmitglied, der Sumatrabarbe.

Sozialverhalten

Die Fünfgürtelbarbe fühlt sich nur in einem Schwarm wohl und sollte daher in einer größeren Gruppe von zehn Fischen aufwärts gehalten werden. Der Fisch bevorzugt die unteren Bereiche des Aquariums, was bei der Vergesellschaftung mit anderen Arten berücksichtigt werden sollte. Die Fünfgürtelbarbe ist ein ruhiger Fisch, der nicht an den Flossen anderer Fische zupft, sondern sich eher von hektischen Fischen im gleichen Becken einschüchtern lässt. Ideal ist ihre Vergesellschaftung mit Fadenfischen oder Schmerlen.

Zucht

Nachdem sich ein balzendes Paar gefunden hat, ist es bei der Zucht der Fünfgürtelbarbe wichtig, dass hoch wachsende Wasserpflanzen die Eier des frei laichenden Fischs auffangen können. Da die Fünfgürtelgarbe ein Laichräuber ist, sollte man den Laich idealerweise sogar abschöpfen und in einem Laichkasten schützen. Nach etwa 2 Tagen schlüpfen die Larven, die in ihrer ersten Lebenswoche den Dottersack fressen. Die schnell heranwachsenden Jungfische können nur überleben, wenn das Wasser täglich gewechselt wird und der Fisch eine konstant klare Wasserqualität vorfindet.

Geschlechtsunterschiede

Die weibliche Fünfgürtelbarbe wird bis zu 5 cm lang. Die Männchen sind schlanker, und von intensiverer Farbe. Sie erreichen nicht die Größe der Weibchen.

Aquariumanforderungen

Fünfgürtelbarben sollten in einem Aquarium von mindestens 80 Liter Fassungsvolumen gehalten werden, in dem der Fisch ausreichend Freiraum zum Schwimmen findet. Das Aquarium sollte nicht zu hell sein und mit robusten Pflanzen bepflanzt sein.
Die Fünfgürtelbarbe gründelt auf Futtersuche gerne am Beckenboden. Der Boden sollte also weich strukturiert sein, damit sich der Fisch nicht an spitzen Steinchen verletzt. Das Wasser muss einen niedrigen Nitritgehalt haben, um das Risiko infektiöser Krankheiten zu mindern. Eine dichte Bepflanzung an der Beckenrückenwand und Wurzeln bieten der Fünfgürtelbarbe die notwendigen Rückzugsmöglichkeiten im Aquarium.

Erreichbares Alter

Fünfgürtelbarben können bis zu 3 Jahre alt werden.

Futter

Die Fünfgürtelbarbe ist ein Allesfresser. Sie frisst Mückenlarven, Wasserflöhe und Krebstierchen und kann auch mit pflanzlichen Futtermitteln gefüttert werden. Dabei ist eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung wichtig, soll der Fisch lange gesund bleiben.

Fazit

Fünfgürtelbarben können in einem Becken mittlerer Größe gehalten werden und sind im Hinblick auf Futter und Wasser ebenfalls nur mäßig anspruchsvoll. Um Fünfgürtelbarben erfolgreich zu züchten, bedarf es besonderer Sorgfalt und auch Erfahrung.

Fünfgürtelbarbe
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