Prachtschmerle

Herkunft: Borneo, Sumatra, Südostasien
Familie: – Familie: Cobitidae

– Unterfamilie: Botiidae

Wissenschaftlicher Name: Chromobotia macracanthus

Details zum Prachtschmerle:

©Mirko Rosenau Fotolia.com

– Sozialverhalten

– Zucht

– Geschlechtsunterschiede

– Aquariumanforderungen

– Erreichbares Alter

– Futter

Sozialverhalten

Sehr sozial im Umgang mit Artgenossen und vergesellschafteten Tieren im Aquarium.

Zucht

Es gibt nur wenige dokumentierte Fälle von in Gefangenschaft gezüchteten Prachtschmerlen. Hier konnte man auch sehen, dass sie Freilaicher sind. Insgesamt sind nur sehr wenige Informationen über ihre Zuchtbedürfnisse bekannt. Die Zucht ist daher äußerst schwierig.

Geschlechtsunterschiede

Männchen können durch den Schwanz identifiziert werden, der größer ist und eine konkave Innenlinie an der Schwanzflosse aufweist. Weibchen sind kleiner und schlanker. Insgesamt werden sie etwa 30 cm lang.

Anforderungen ans Aquarium

Im Gegensatz zu vielen Schmerlen, die nur nachts aktiv sind, ist die Prachtschmerle tagsüber sehr aktiv. Friedlich mit ihren eigenen und anderen Arten, zieht sie es vor, Begleiter zu haben, mit denen sie eine Schule aus mindestens fünf anderen Individuen bilden kann. Die Wasserqualität ist entscheidend, um Prachtschmerlen gesund zu halten. Es ist darauf zu achten, dass das Wasser sehr sauber, gut durchlüftet und warm zu halten ist. Dies bedeutet eine Wassertemperatur von 24 bis 28 °C, einem pH-Wert von 6,0 bis 7.5 und einer Gesamthärte von 5 bis 19 °dGH. Dabei sollte die Aquariengröße nicht unter 350 Liter sinken.

Praktisch alle nicht aggressiven Fische eignen sich als Vergesellschaftung für die Prachtschmerlen. Sie mögen kein helles Licht und verstecken sich zwischen Pflanzen oder Felsen und schlafen in Löchern, Höhlen und anderen Verstecken. Entsprechend aufwendig muss der Innenausbau des Aquariums gestaltet sein.

Erreichbares Alter

maximal 22 Jahre

Futter

Prachtschmerlen akzeptieren eine große Auswahl an Trocken- und Lebendfutter, aber sie bevorzugen Lebendfutter, insbesondere Mückenlarven, Wurmfutter, zerhackte Schnecken. Sie nehmen jedoch auch Futtertabletten an. Im Idealfall sollten man ihnen den ganzen Tag über mehrere kleine Mahlzeiten geben.

Besonderheiten

Besonders anfällig sind Schmerlen für Eiterbefall. Man sollte genau beobachten, wie es ihnen geht, wenn neue Fische oder Pflanzen in das Aquarium gesetzt werden. Im schlimmsten Fall entsteht eine Infektion. Dabei reagieren Schmerlen sehr empfindlich auf Medikamente. Oft müssen die Dosierungen halbiert werden, um sicher zu sein. Die Produktinformationen sollte sorgfältig durchgelesen werden, bevor die Schmerle damit behandelt wird.

Fazit

Die Prachtschmerle ist ein Favorit für Süßwasser-Hobbyisten. Sie ist ein friedlicher Fisch und koexistiert gut mit fast jedem anderen Tier im Aquarium. Zudem ist sie äußerst amüsant in der Beobachtung, da sie tagaktiv sind. So macht es vielen Menschen Spaß, sie zu füttern oder dabei zuzusehen wie sie die lästigen Schnecken im Aquarium dezimiert.
Da die Zucht bisher kaum gelingt, sind die Prachtschmerlen in der Regel Wildfänge.

Prachtschmerle
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